Luftmühle

Die Luftmühle - unser zukünftiges Domizil für unseren privaten Wohnbedarf, aber auch für für unsere Ölmühle mit Hofladen und Café und vielleicht sogar ein Fremdenzimmer.

Erstmalig in der Rodersdorfer Dorfchronik 1266 erwähnt, hat die Mühle also schon ein paar Jahre auf dem "Buckel".

Die Mahl-Mühle - eine Wassermühle - ist immer wieder umgebaut und auch erweitert worden.

Hier möchten wir die Mühle ein wenig näher vorstellen. Ob Sie vielleicht auch wieder Mehl aus Getreide mahlen wird - wir werden sehen :-)

 

 

 

 

 

 

 

Diese Postkarte zeugt von 1908, als die Luftmühle ein Café und eine Bäckerei war. Gut zu erkennen, das das Mühlengebäude noch nicht erweitert war. Der Umbau erfolgte ca. 1950, als die Mühle von Mühlstein auf Walzenstuhlvermahlung umgebaut wurde. Der Plansichter passte nicht mehr auf den bisherigen Siebboden und erforderte somit einen weiteren Mühlenboden.

 

 

 

 

Zu einer Wassermühle gehört natürlich auch ein Mühlteich, hier voller Wasserlinsen, aber mit klarem Wasser durch fortwährende Zuführung von frischem Wasser durch den ebenfalls noch vorhandenen Mühlgraben.

 

 

 

Kaum vorstellbar -

aber war: Die Mühle wurde noch bis in die Nachwendezeit Ende 1992 betrieben. Ich habe mit hießigen Bauern gesprochen, die bestätigt haben, das sie in der Luftmühle noch Getreide haben schroten lassen.

 

 

 

 

Um 1950 herum wurde die Mühle wohl auf die damals modernste, aber auch heute noch regelmäßig in noch produzierenden Mühlen verwendete Technik - auf Walzenstühle umgebaut. Bisher konnte ich keine Hinweise auf Mühlsteine finden, höchstens auf den möglichen Standort, der aber photographisch so nicht einfach festzuhalten ist. Hier sieht man die 3 Walzenstühle, auch mit den verschiedenen Vorratsbehältern, teils aus Holz, teil aus verzinktem Blech. Der letzte Mühlstein ist leider dem Frost zum Opfer gefallen.

 

 

Oben in der Mitte zu erkennen der Reinigungszyklon für die pneumatische Mehlbeförderung. Es sind sowohl die Becherelevatoren (Senkrechtförderer) als auch die pneumatische Förderung, bei der das Mehl mittels Unterdruck von unten nach oben gefördert wurde, vorhanden. Angetrieben wurde die Turbine über eine Transmissionswelle, also völlig mechansich. Im Zuge der Elektrifizierung, die um 1960 etwa gekommen sein muß, wurde die Mühle vom Wasserantrieb auf elektrischen Antrieb umgebaut, allerdings nur vom Antrieb her, die Transissionen und Riemenan- und Abtriebe blieben weiter in Betrieb.

 

 

Um das Gemisch aus Mehl, Gries, Dunst und Schrot, was aus dem Walzenstuhl kommt, zu trennen wird der Plansichter benutzt. Er besteht aus zwei Siebstapeln und ist an der Decke aufgehängt. Der Plansichter schwingt im Kreis und trennt das schwerere Mehl von den leichten Bestandteilen

 

 

 

 

In jede Mühle gehört ein Lastenaufzug, so auch hier. Natürlich auch mechanisch angetrieben.

Impressionen

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