Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2. Korinther 5,17

In der biblischen Schöpfungserzählung ist der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen und wird gesegnet, mit dem Auftrag, Gottes Herrschaft auf Erden auszuüben. Das kann er nicht von sich selbst aus, sondern nur in seinem Gegenüber zu Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat.

Doch dann bricht der Mensch mit Gott und damit ist auch sein Verhältnis zur Schöpfung gebrochen, wie der Weiterverlauf der biblischen Erzählung an vielen Beispielen zeigt. Die Sintflut ist der äusserste Ausdruck der Tatsache, dass der Mensch ohne Gott die Natur nicht beherrschen kann.

Naturkatastrophen und auch Krankheiten und Seuchen rufen immer wieder in Erinnerung, dass der Mensch nicht Herr ist über die Schöpfung. Sie sollten darum immer auch gedeutet werden als Warnung vor dem Hochmut, die Schöpfung beherrschen können zu meinen. 

Die Weltliteratur ist voll von Beispielerzählungen, in denen der Versuch des Menschen, Gott zu spielen, in der Katastrophe enden. So z.B. Victor Frankenstein, der neues Leben schaffen will und dabei ein Monster kreiert, das eine Spur der Verwüstung und des Todes hinterlasst. Oder Moby Dick, wo die Jagd nach dem weissen Wal, der auch für die Naturgewalten und Todesmächte steht, ein tödliches Ende nimmt.

 

In den letzten beiden Jahren haben wir einen Vorgeschmack davon bekommen, was eine Technokratie oder Expertokratie bedeuten kann, d.h. eine Gesellschaftsform und politische Praxis, in der die Experten das Sagen haben, um die Naturgewalten zu kontrollieren. Ähnliche Themenkomplexe werden uns auch in Zukunft beschäftigen, z.B. mit Blick auf das Klima, auf die Geschlechtlichkeit des Menschen oder auf die Verbindung von Mensch und Technik. Transhumanisten träumen davon, den Menschen durch Verbindung mit modernster Technik und künstlicher Intelligenz über sich hinaus zu führen. Es wäre ein nächster Schritt in der Evolution, auch ein nächster Schritt im Versuch des Menschen, Herr über die Natur zu werden. Der Übermensch – oder englisch Superman – ist ein alter Menschheitstraum und immer wieder gibt es Versuche, ihn zu schaffen.

 

Wir sollten Krisen wie die Corona-Krise nutzen, um innezuhalten und uns zu fragen, wo wir stehen – gerade auch mit Blick auf diese Themen – und wie der Mensch die ihm gegebenen Mittel und Fähigkeiten nutzen soll und darf, damit sie dem Guten dienen. Der Grat zwischen rechtem Gebrauch und Missbrauch von Expertentum, Wissenschaft, Technik und Geld, ist schmal.

 

Auch die Bibel spricht von einem neuen Menschen. Doch schon in der biblischen Schöpfungserzählung finden sich die Grundlagen dafür, dass ein solcher Mensch nie vom Menschen selber hervorgebracht werden kann, sondern dass die Erneuerung des Menschen immer Schöpfungshandeln Gottes ist. Es ist sein Geist, der die Menschen erneuert. Wie Gott selber sagt (Sacharja 4,6), soll das Neue nicht durch Heer oder Kraft kommen – man könnte ergänzen: auch nicht durch modernste Technik und wissenschaftlichen Fortschritt –, sondern «durch meinen Geist», und Gott fragt sofort: «Wer bist du, du grosser Berg, der du doch zur Ebene werden musst?»

 

Jesus hat es noch deutlicher gesagt: Der Mensch wird nicht dadurch zur neuen Schöpfung, dass es ihm gelingt, den Tod zu besiegen oder zumindest das Leben immer mehr zu verlängern, sondern gerade dadurch, dass er sein Leben loslässt. Jesus selber ist diesen Weg gegangen, der in den Tod und das Totenreich hineinführt. Doch Gott hat ihn aus den Toten auferweckt zu einem neuen, unvergänglichen Leben. Der Weg von Jesus ist der einzige Weg, wie der Mensch zu einem neuen Wesen werden kann, ohne eine Spur der Zerstörung zu hinterlassen. Wie Paulus schreibt: «Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.»

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